Theater im Theater! Wie haben wir das vermisst!
Nach dem langen Kulturlogdown dürfen die Spielerinnen und Spieler der Kurse im Darstellendem Spiel der DKS auf der Bühne des ‚projekttheaters‘ ihre originellen Arbeitsergebnisse präsentieren.
Und das tun sie von Beginn an mit spürbarer Spielfreude.

Zwei Kurse verwoben dazu collageartig ihre im Unterricht entwickelten Szenen zu verschiedensten Spieltechniken und inhaltlichen Bezügen zu einem fantastischen Patchworkstück. LOOP!

Mit einem raumgreifenden Standbild gespannter Körperlichkeit empfangen sie das Publikum, 22 selbstbewusste Jugendliche in ausdrucksstarken, ästhetischen Posen, ganz in schwarz, auf schwarzer Bühne, in schummrig schönem Scheinwerferlicht, zu japanisch anmutenden Spährenklängen. Was für ein Anblick!

Schlag auf Schlag erscheinen nun die Spielgruppen und wechseln mit unglaublicher Leichtigkeit Ausdruck und Stimmung und zelebrieren das Spiel mit den Möglichkeiten: textlich minimalistisch und fast ohne jegliche Requisiten jonglieren sie mit Pantomime, slow motion, Imitation, Marionettenspiel, gegeneinander, miteinander, mal raumgreifend, mal punktuell, mit Stimme und Klang, faszinierend schön! Auch inhaltlich kontrastieren Belanglosigkeit, Phantasie, skurrile Komik und Ernsthaftigkeit.

Einzig kleine Holzkisten werden dabei durchgängig bespielt, wie variantenreich! Originelle Erfindungen verbinden geschmeidig die einzelnen Bilder. Besonders schön, die gemeinsamen Tanzszenen.
Das Publikum geht begeistert mit und motiviert die Spielerinnen und Spieler sichtbar zu offensivem Spiel.
Großartig!

Astrid Lessig, Lehrerin u.a. für Darstellendes Spiel am DKS, entwickelte einst den Lehrplan für diese besonderen Grundkurse in Klasse 11 und 12.
Wieder einmal gelang es ihr hervorragend, die Schüler zu führen, sich selbst, ihre eigenen Möglichkeiten der Körpersprache und deren Wirkung zu entdecken, Selbstwertgefühl zu stärken und Offenheit zu bewirken.
Wunderbar.