Ein gutes Jahr ist es her, als wir mit den Vorbereitungen unseres Jubiläumstages "20 Jahre Gymnasium Dreikönigschule" begannen und erste Konzepte auf ihre Realisierbarkeit hin prüften.

Es sollte ein Tag vor allem für unsere Schülerinnen und Schüler werden - die Ehemaligen eingeschlossen. Und es sollte der 30. Oktober sein, denn an diesem Tag des Jahres 1997 fanden auch die Feierlichkeiten der Namensweihe von Gymnasium Dresden-Neustad in Gymnasium Dreikönigschule statt. Wegen des bedeutenden Reformationstages 2017 wurde der 30. Oktober aber zum Ferientag erklärt und wir fanden, am 20. Oktober das 20-Jährige zu feiern, sollte uns keinesfalls schwer fallen.

Der Jubiläumsfilm im Ufa-Palast für die Klassenstufen 8 bis 12

Den ersten Akt der Festlichkeiten bildete die kinoreife Vorstellung des eigens zum Anlass erstellten Films unter Leitung des ehemaligen Schulleiters der Schule, Herrn Manfred Reitz. Kein Besserer wäre für die Erstellung dieses Films zu finden gewesen, denn Herr Reitz war der Schulleiter des Jahres 1997 und hat den Namensübergang intensiv begleitet, bevor er 2005 in den Ruhestand ging. Doch auch danach verlor er nie den Kontakt zu seiner DKS. Die Highlights der Schulgeschichte für heutige Schüler spannend und wertschätzend in bewegte Bilder zu wandeln, bezeichnete er als klare Ehrensache.

kino

Sein Plan ging auf. Der Bogen wurde von den Anfängen der zweitältesten Schule Dresdens um 1407 über die Zerstörung 1945 und die Neugründung 1997 bis in die Neuzeit gespannt. Mit großer Aufmerksamkeit verfolgten die Zuschauer die facettenreichen Einblicke in die beispielsweise sportlichen, künstlerischen oder naturwissenschaftlichen Erfolge der Schule. Die heutigen Schülergenerationen konnten beim Zusehen regelrecht den Faden der jüngeren Schulgeschichte aufnehmen. Manchem wird sehr deutlich geworden sein, dass wir selbst es sind, die heute die Geschichte der Schule fortschreiben und dabei mitentscheiden können, in welche Richtung es gegenwärtig und künftig gehen soll.

Applaus!


Das Jubiläumskonzert für alle Schüler und Lehrer in der Turnhalle

"Willkommen 700 Dreikönigskinder!" - so begrüßte der Schulleiter Herr Jonas beeindruckt die gesamte Schulgemeinschaft. Zu diesem Zeitpunkt hatte Frau Naumann aber bereits ihr formidables Talent zur Moderation von Großveranstaltungen unter Beweis gestellt und mit allen Anwesenden ein rhythmisch eingeleitetes "Und bitte ..." für die nun folgenden Künstler einstudiert.

Nach dem Schulleiter richtete Victor Heine, unser derzeitiger Schülersprecher, wohl gesetzte Worte und einen bedenkenswerten Aufruf an die Schülerschaft: Sich als Teil einer Gemeinschaft zu fühlen und die Einzigartigkeit der Schule mitzuprägen war zu keiner Zeit eine Selbstverständlichkeit und erfordert heute mehr denn je, dass jeder seine Verantwortung erkennt und sein Engagement einbringt. Selber denken und selber tun, am besten miteinander um gute Lösungen ringen und dabei die für die Neustadt stehenden Werte verteidigen, das sollte heute "typisch DKS" sein. Der tosende Applaus in der Halle zeigte deutlich, dass viele unter uns diese Meinung teilen.

turnhalle

Haben wir eben noch im Film die Leistungen früherer Schülergenerationen gewürdigt, war es nun an der Zeit, die Leistungen dieser -unserer- Generation auf uns wirken zu lassen.

"Und bitte ..."
Unser noch junges Orchester unter der Leitung von Frau Wicklein setzte den musikalischen Auftakt mit trickreichen Variationen und klanglichen Finessen. Das Publikum honorierte mit aufmerksamer Stille und lautem Applaus die Leistungen jedes Einzelnen. Wir dürfen bei so viel Potential gespannt sein, in welche Klangwelten uns das Orchester in Zukunft entführen wird.

"Und bitte ..."
Der Kinderchor hat Zuwachs durch die neuen fünften Klassen erhalten und viel Zeit gab es nicht, sich auf die Herausforderungen des Tages vorzubereiten. Aber das ist noch lange kein Grund, zu verzagen - erst recht nicht am Tag des großen Events, an dem nun auch noch die Stimme der Chorleiterin Frau Berg ihren Dienst aufgab. Doch wer die DKS richtig kennt, weiß genau, dass solche Herausforderungen enorme Kräfte bei Lehrern und Schülern erzeugen und daher ist es gar nicht verwunderlich, dass das Publikum den Auftritt erneut mit langem und lautem Applaus belohnen wollte.

"Und bitte ..."
Geübt cool stehen sie in gut überlegter Pose. Die HipHop - Gruppe sah eben noch beruhigt, wie ihre Leiterin und ehemalige DKS-Schülerin Frau Augustin rechtzeitig zum Auftritt hineinstürmt (als angehende Grundschullehrerin stand sie gerade noch vor ihrer Klasse).
Doch die Lautsprecher der Halle, die es sonst mit maximal zwei Klassen aufnehmen müssen, versagten ob der 700 Schallschlucker im Raum und spendeten allenfalls eine Ahnung von Musik. Und wieder sind wir typisch DKS. Das Publikum begreift schnell und verstummt, jetzt ist der Einsatz zu hören - und los geht's. Flüssige Bewegungen, schöne Bilder, witzige Übergänge - der Applaus ist auch diesmal sicher.

"Und bitte ..."
"Sing Happy Birthday" - mit der Interpretation dieses Songs und weiterer Lieder beweist der in Gemeinschaft auftretende Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Frau Berg und Herrn Förster, dass ca. 60 Stimmen auch ohne Verstärkung einen hallenfüllenden Wohlklang verbreiten können. Wer noch ein Wort für seinen aktuellen Gefühlszustand gesucht hat, wurde mit "Happy" mit den Ohren drauf gestoßen.
In diesem Moment musste "Happy" aber auch bedeuten, dass all die Proben und das gemeinsame Werden und Singen nicht nur jetzt und hier, sondern bei jeder Probe ein Gefühl des Glücks erzeugen. Danke, dass ihr uns davon etwas abgegeben habt!

chor2 th

"Und bitte ..."
Energy-Sound gefällig? Nehmen Sie "Crank"!
Definitiv erfrischend, ohne Schnickschnack, purer kraftvoller Sound, Wirkung garantiert.
Wenn unsere Schulband rockt, zuckt's in allen Muskeln. Da ist Sitzen eigentlich nicht die passende Form. Doch wer traut sich zuerst?
Es bleibt beim moderaten Headbanging, klopfen auf alles, was man hat, die Riff*s müssen ja raus, irgendwie.
Herr Kypke, unserer Weltmusiker und Bandverbesserer, hat es wieder geschafft und wir freuen uns auf MEHR!

"Und bitte ..."
Still Trees. Wer diesen Schriftzug schon in der Schule gelesen hat, weiß spätestens jetzt: Das ist also eine Band.
Die beiden treten in Teilbesetzung anlassbezogen bei uns auf. Sie müssen ihre unerlaubt gesetzten Schriftzüge im Schulhaus wieder gut machen. Und sie machen es verdammt gut. Eingängig, unaufdringlich, gekonnt. "Ihr [die DKS] macht hier echt viel Musik. Super." Beide Daumen hoch. Sie freuen sich und wissen doch, dass sie auch mal so als Schüler angefangen haben. Sie genießen die Atmosphäre unter uns und spielen offenbar gern vor dem wohl nicht alltäglichen Publikum.

Frau Naumann, die gekonnt, witzig und voller Energie durch die Veranstaltung führte, ruft noch einmal alle Künstler zum Schlussbild nach vorn. Jetzt wird besonders deutlich, dass es ein Konzert von Schülern für Schüler war.
Jeder fühlt es deutlich: Wir sind die DKS. Wir sind viele. Wir können stolz auf uns sein.
Der letzte Applaus des Konzerts gehört Frau Naumann - ein riesiger Applaus! Zu Recht!


Der Festakt mit Jubiläumsball am Abend

Plaza Hotel Dresden. Seit Stunden bereiten Elternvertreter und Förderverein die Dekoration vor, die Tanzschule Lax macht das ihre und wirkt so souverän, dass man an einen gelungenen Abend glauben muss. Angespannte Gelassenheit. Der letzte Schulball ist 20 Jahre her.

Von Beginn an spürt man Vertrautheit. Wir sind unter uns.
Dem Jugendchor gelingt erneut der würdige und feierliche Auftakt.

Nach der Begrüßung durch den Schulleiter ergreift unser Ehrengast Frau Stephan, Leiterin der Regionalstelle Dresden der Sächsischen Bildungsagentur, das Wort.
Sie würdigt die bisherigen Leistungen der Schule, vor allem aber macht sie uns Mut, die vor uns liegenden Herausforderungen der Sanierung und Auslagerung zu meistern.

Der Chor gibt uns Gelegenheit, das Grußwort bei "Fields of Gold" (Sting) und "Elena Rigby (J. Lennon) nachhallen zu lassen.

Nun holt Herr Jonas den zweiten Ehrengast des Abends, den Schulleiter des Jahres 1997, Herrn Reitz ins Podium.
Ebenfalls vorgestellt und nach vorn gebeten werden Frau Lüdeking (sie unterrichtet evangelische Religion), Herr Gebler (in der Funktion als Schulhistoriker), Victor Heine (Schülersprecher) und Augustin Standke (Mitglied des Schülerrates).

Im vom Schulleiter moderierten Gespräch werden für die Ehemaligen Erinnerungen wach gerufen, alle anderen erfahren viel Wissenswertes:

  • Warum fiel die Wahl des Bundes ehemaliger Dreikönigschüler auf unsere Schule und welche Kontroversen wurden mit der Umbenennung diskutiert?
  • Woher kam der große Wunsch, den nach 1945 nicht weitergeführten Schulnamen wieder aufleben zu lassen?
  • Wofür stehen die Heiligen Drei Könige aus religiöser Sicht und welche Deutung lässt der Name für unsere Gegenwart zu?
  • Welche Aspekte im Schulleben haben sich mit der Namensweihe in den folgenden 20 Jahren geändert?
  • Was macht unsere Schule heute so einzigartig und wie stehen unsere Schüler zu ihr?

Jeder Gast im Podium hat zum Abschluss die Gelegenheit, sich und der Schule etwas für die nächsten 20 Jahre zu wünschen. 
Die Form des Gesprächs statt vieler Einzelredner hat das Publikum gern angenommen und folgte der Diskussion gespannt, schmunzelnd, erheitert, applaudierend.

Mit drei Liedern (Clouds, An Irish Blessing und Happy) gestaltet der Chor einen würdigen Abschluss des Festaktes und erhält neben viel Applaus auch ein großes Lob des Schulleiters.
Mit den Proben am Vormittag, dem Auftritt zum Mittagskonzert und dem späten Auftritt zum Festakt hatte der Chor zusammen mit seinen Leitern Frau Berg und Herr Förster ein wahres Mammutprogramm zu bewältigen.

Frau Paschold, die bezüglich der Organisation des Abends alle Fäden in der Hand hielt, gab nun das ersehnte Zeichen zur Eröffnung des Buffets und gegen 21:00 Uhr übernahm die Tanzschule Lax das Zepter.

Professionell moderierte Herr Heilig durch den Abend. Die Musik wurde jederzeit gern angenommen, so dass die Tanzfläche keine Leere kannte und nebenher standen und saßen sich ständig verändernde Gruppen und nutzten die Gelegenheit zum regen Austausch.

Eine Erholungspause für uns schaffte der Auftritt eines Showtanzpaares mit lateinamerikanischen Tänzen voller Temperament und Leidenschaft. Diese Eigenschaften hat das Paar offenbar schon oft bei seinen Trainings ausgenutzt. Den zügigen und raumfüllenden Schrittfolgen haben wir gern zugesehen. Doch wir machen uns für den heutigen Abend keine Hoffnung, etwas in dieser Art selbst zu schaffen.

Eines haben wir im Laufe des Abends ganz oft gehört: Wir sollten solch einen Ball öfter machen!
Das ist zunächst einmal ein großes Lob für die Organisatoren des Balls, allen voran an Frau Paschold, denn offenbar haben sich alle rundum wohl fühlen können.
Es ist aber auch eine Idee, die wir gern aufgreifen. Nun braucht es noch Interessenten, die die Organisation übernehmen.

Ein ereignisreicher und lebhafter Tag - ein Jubiläum, das mit Festschrift und Jubiläumsfilm insgesamt große Zustimmung fand.
Ein Jahr intensiver Vorbereitung hat sich wahrlich gelohnt und deshalb sei auch allen fleißigen und treuen Helfern noch einmal herzlichst gedankt.

PS: Ein Restbestand an Festschriften kann für den Stückpreis von 5,00 € im Sekretariat erworben werden.