Seit Oktober dieses Schuljahres arbeiten die Schüler des Künstlerischen Profils an einem Kompositionsprojekt. Unterstützt werden sie dabei von zwei namhaften Komponisten der Gegenwart Professor Franz Martin Olbrisch und Nicolas Kuhn.

Nach einführenden Kursstunden zu Möglichkeiten und Wegen erster Schritte beim Komponieren neuer Musik und einem gemeinsamen Konzertbesuch probierten sich die Schüler aus.

Nun musste sich jeder entscheiden, in welcher der drei Sparten er sich als Komponist erproben wollte. Zu Wahl standen: Musiktheater, elektronische Musik und die Arbeit mit klassischem Instrumentarium.

Die „Elektroniker“ gingen von nun an zum Profilunterricht in die Musikhochschule und arbeiteten in den neuen Räumen der Hochschule im Kraftwerk Mitte. Zunächst nahmen sie reale Klänge des Alltags auf, um sie dann elektronisch zu bearbeiteten. Dazu war es erforderlich, sich mit den entsprechenden Bearbeitungsprogrammen und deren Möglichkeiten vertraut zu machen. Begeistert wurde ausprobiert und getüftelt. Wie klingt es, wenn die Aufnahmen verzerrt werden, Hall erhalten oder rückwärts gespielt, gedoppelt oder gedehnt werden, wenn sie in schnellerem Tempo abgespielt werden usw. Am Ende jeder Unterrichtseinheit spielten sie sich ihre Erfindungen vor und entwickelten dabei schon neue Ideen für die weitere Bearbeitung beim nächsten Mal.

Die Gruppe der Instrumentalisten tüftelte ebenso und probierte aus, was sie ihren vertrauten und weniger bekannten Instrumenten für Töne entlocken können. Dabei wurden die Instrumente ganz bewusst auch ganz unkonventionell gehandhabt, wie z.B. die Saiten des Flügels oder dessen Korpus.
Die Gruppe Musiktheater hatte die Aufgabe, Handlungen und Szenerien zu entwickeln, welche selbst Klänge produzieren. Dabei wurden vor allem Rhythmen gefunden, die sowohl mit Bodypercussion erzeugt werden, als auch mit Hilfe aller möglichen Klangflächen bis hin zum Verweben einzelner Worte und sprachlicher Fetzen.

Diese so entstandenen Kleinkompositionen erhielten im weiteren Verlauf nun jeweils bühnentaugliche Visualisierungen in Form von Tanz und Bewegung, Schauspiel, Filmsequenzen, räumlicher Installationen mit Licht oder in einer Farbperformance.

Auf diese Weise konnten sich alle Schüler sowohl als Komponisten und Regisseur, Schauspieler, Tänzer, Musiker oder Lichtdesigner ausprobieren.

Das Ergebnis kann man anlässlich der Frühjahrskulturtage der DKS erleben.

Die große aufregende Uraufführung findet am 21.03.2016, 17:00 Uhr im Saal der Musikhochschule statt.
Eine zweite Aufführung unter dem Titel „Hinter der Labortür- Sound Pictures“ kann man am 22.03.2016, 19:00 Uhr im ‚projekttheater‘ Louisenstraße erleben.