Gymnasium Dreikönigschule Dresden

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Rappelvoll in der Kirche und vor dem Altar, rund 150 Schülerinnen und Schüler boten am 20. Dezember in der Dreikönigskirche ein vielseitiges Weihnachtskonzert.

Schon seit rund 25 Jahren findet es nun mit kurzer Unterbrechung an diesem Ort statt. Und so strömt das Publikum zahlreich herbei, um sich von den Sängern, Instrumentalisten und Sprechern ihrer Dreikönigschule ganz traditionell in Weihnachtsstimmung versetzen zu lassen. Unter ihnen neben Angehörigen, Schülern und Lehrern auch viele Ehemalige, die Dreikönigschule feiert Weihnachten.

abschluss alleBild: Jäschke, Uwe Ulrich

Mit empfindsamer Festlichkeit eröffnet das Orchester und lädt gleich darauf alle ein, durch Mitsingen das Tor zur Herrlichkeit zu öffnen. Und so wundert es nicht, dass gleich darauf Balthasar mit einem Gleichgesinnten erscheint. Eine außergewöhnliche Himmelserscheinung habe sie hierher geführt und nun wollen sie erforschen, was wohl geschehen werde, denn, so heißt es, geschieht unter den Gestirnen Wundersames, so geschieht es auch auf Erden.

Außergewöhnliche Arrangements klassischer Weihnachtslieder, stimmungsvoll gespielt vom Orchester folgen. Spannend, wie die Melodie von Instrument zu Instrument wandert, zarte Pizzicati, Glockenspielklänge und Cajon für Überraschungen sorgen, Grooviges mit Traditionellem wechselt und zu einer orientalischen Klangkulisse führt, vor der nun auch die heiligen drei Könige die Dreikönigskirche erreicht haben, um die Sterne dieses Abends deutend zu uns zu sprechen.

Judith Wicklein und Maren Lüdeking strickten mit ihren Schülern diesen wunderbar verheißungsvollen Auftakt.
Und nun preschen gut gelaunt und sangesfreudig die Jüngsten vor den Altar, um begeistert die Weihnachtszeit zu besingen. Der kürzlich preisgekrönte Kinderchor microcolor unter Leitung von Cathleen Berg lässt mit Ding dong bell die Glocken klingen, träumt von leise rieselndem Schnee und zeigt mit dem Spiritual Alleluja sein ganzes Temperament, jazzig groovig, beinahe schmetternd begleitet von Christian Förster am Klavier.

Nicht! Stille Nacht – ein Break. Die Musiker der AG Musikalische Improvisation unter Leitung von Peter Koch bescheren uns raffiniert und gekonnt eine gänzlich andere Klangsphäre, so gar nicht still und gar nicht weihnachtlich oder doch gerade deshalb? Spiegeln sie die Hetze und Aufgeregtheit dieser Tage, die uns stärker beherrscht als die gewollte Besinnlichkeit?
Und dann haut die Band der DKS „crank“ enthusiastisch in die Saiten und herrlich dunkel, warm röhrend nimmt Frontfrau Britta mit ihren Kompangnons den Saal in Beschlag und mobilisiert das Publikum, welches zu „Boulevard of Broken dreams“, bei dem nun Marla ganz souverän ans Mikro tritt, beginnt zu klatschen und bei Cohens Halleluja ganz beseelt mitsingt. Crishn Kyke hat wieder gezaubert, mit seinem sich immer wieder neu zusammenstellendem Trupp.

Mit der schönen Popballade „December again“ verstärkt der Jugendchor multicolor diese Besinnlichkeit, um es gleich darauf ernsthaft und nachdenklich werden zu lassen. Es erklingt in einem wunderbaren Satz der Text des Pfarrers Dietrich Bonhoeffers, der diesen trotzend hoffnungsvoll während seiner Nazihaft im Kriegswinter 1944/45 schrieb.
Sehr schön auch die sich anschließende schwedische Weise „Gläns över“.

Während „Wunder geschehen“ etwas träge bleibt, springt bei dem Christmas Gospel „Mary, did you know“ der Funke wieder über, der sich dann vollends entfacht bei dem schräg und funkyangehauchten Arrangement des Klassikers „Oh, du fröhliche“, O, du - fonk du - di scätt n dao funk du - ein peppiger Abschluss. Beinahe 60 Sängerinnen und Sänger mit interessanten Chorarrangements, fast ein bisschen schade, dass sie nicht einmal auch pur zu erleben sind.

Viele dieser Songs sind nun auch nachzuhören auf einer ganz frisch erschienenen CD, der inzwischen fünften des Jugendchores und der ersten des Kinderchores.

Ein aufwändiges Konzert geht zu Ende und zu Recht spricht der Schulleiter Herr Jonas allen Ensembleleitern und Mitwirkenden nach dem großen Finale aller Aktiven des Abends seinen Respekt und seine Dankbarkeit aus und spricht uns, dem Publikum, damit aus dem Herzen.
Danke euch allen für diesen wunderbaren Abend.
Frohe Weihnachten.

Bilder: Neumann, Ralf

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