Minidramen der Grundkurse Darstellendes Spiel Kl. 12 am 19.03.2026
In dem künstlerischen Unterrichtsfach Darstellendes Spiel am DKS finden die Jugendlichen der Jahrgangsstufen 11/12 Raum, sich theatral auszuprobieren, der Möglichkeiten und Wirkung nonverbaler, körperlicher Kommunikation bewusst zu werden, als Spielende einzeln und im Ensemble zu agieren, zu improvisieren, zu beobachten und zu deuten, mit und ohne Requisiten und Textelementen, Stimme, Raum und Licht dabei ebenso als theatrale Mittel erfahrend.
Im „Theaterlabor“ der Jahrgangsstufe 12 erfinden sie dann ganz eigenständig in Kleingruppen Minidramen zur Thematik „…gehen…bleiben… “.
Fünf sind es an diesem Abend. Fünf Minidramen, die unterschiedlicher nicht sein können.
Das eine spielt mit der Begegnung Fremder, die durch einen Stromausfall mehr Zeit als geplant miteinander im Dunkeln verbringen müssen. Im Lichtkegel eines Handys entwickelt sich ein originelles Handschattenspiel.
Ein anderes nimmt uns mit in eine Familie, aus welcher der Älteste ausbrechen und endlich seinen eigenen Weg gehen will. Heimlich will er sich davonschleichen, doch der kleine Bruder durchkreuzt seinen Plan. Eltern und Söhne geraten in einen Disput, der einige Klischees bedient. Letztlich jedoch verlässt überraschend die Ehefrau die Familie.
Jetzt treffen wir auf fünf junge Frauen, direkt nach dem Abitur zwischen Zweifel und Entscheidung stehen sie am Bahnhof des Lebens. Welchen Zug nehmen? Wohin soll die Reise gehen? Kind und Familie? Beruf und Karriere? Selbstentfaltung oder …? Dynamische Wechsel zwischen Gruppen- und Solopassagen sowie originelle, selbsteingesprochene Bahnhofsansagen aus dem Off sorgen für Atmosphäre und unerwartete Wendungen.
Und dann vier Freunde. Einer hält den Stillstand nicht mehr aus, ist entschlossen zu gehen. Die Bleibenden geraten in ein Hitziges Für und Wider des Gehens oder Bleibens, ein fesselnd differenziertes Spiel jedes Einzelnen. Nach einem sehr beeindruckenden Monolog ganz nach Shakespeares „Sein oder Nichtsein“ und einem packend inszenierten Sprachgewirr mündet dieses Minidrama in chorischer Einstimmigkeit - ein Gänsehautmoment.
Wir sitzen alle im gleichen Zug
und reisen quer durch die Zeit.
Wir sehen hinaus. Wir sahen genug.
Wir fahren alle im gleichen Zug.
Und keiner weiß, wie weit.
Auf Basis dieses Beginns des Eisenbahngleichnisses von Erich Kästner entwickelt sich die nächste Szenerie. Sehr tiefsinnig und gesellschaftskritisch setzen sieben Jugendliche ausgewählte Charaktere gekonnt und reflektiert in historisch wechselnde Zusammenhänge und das durchweg mit beeindruckend nuanciertem Spiel, sprachlich wie nonverbal versiert, eine großartige Leistung aller sieben, der Höhepunkt dieses Abends – BRAVO.
Last but not least verblüffen die Akteure des letzten Minidramas mit einer temporeichen, irrwitzigen Collage aus Fetzen aktueller Meldungen des Politgeschehens, Chatverläufen und Telefonaten, strotzend voll mit Jugendsprache und Abkürzsprech und erheiterndem Spiel von Emoticons.
In dieses mischen sich nach und nach telefonierend und tanzend zum großen Finalbild zusammenkommend alle Mitwirkenden ein und so endet dieser sehr differenzierte und facettenreicher Abend in groove with good vibes. WUNDERBAR
Danke an alle Mitwirkenden, Astrid Lessig und Gabriele Scharfenberger.




Dienstag






























