Grundkurse Darstellendes Spiel Klasse 11, SKT 2026
Das ‚projekttheater‘ Louisenstraße ist rappel- rappelvoll, das Publikum bunt gemischt von Fans und Freunden bis zu Familien mit Kindern – sehr passend zum Thema des Abends.
Immer wieder spannend, wie das Gemurmel der Zuschauer mit dem Absenken des Lichts stiller Spannung weicht und die erwartungsvollen Blicke in die Tiefe des Bühnenraums gelenkt werden, eine leere schwarze Spielfläche, eine schwarze Gaze, dahinter unter einem warmen Lichtkegel alle Darsteller in schwarzem Bühnenoutfit gruppiert – 46 an diesem Abend! – ein tolles Bild, sind sie so doch auch Publikum vis-à-vis.
Im Laufe des Abends treten nun immer wieder einzelne Gruppen hervor, um ihr kleines Minidrama zu ihren Fragen des Lebens zu performen. So verschieden wie die Jugendlichen selbst, so verschieden ihre kleinen Stücke, mal dramatisch tiefsinnig, reflektierend, Alltäglichem zugewandt, parodierend, hinterfragend, kritisierend und oft auch sehr heiter, ironisch und witzig, in jedem Fal sehr kreativ, fantasievoll und spielfreudig: „Wie ist es denn nun mit dem Leben? - Wozu sind wir da? - Zum Großwerden und Geld verdienen. - Für wen? - Na für die Kinder. - Und dann?“
Die pointierten Titel dieses Abends:
„Hallo… ich wollte…“, „Aussichtslos“, „Beim Mittagessen“, „Götterdämmerung“, „Schikane“, FEST SPIEL HAUS“, „Eskalation“, „Rhythmus und Kampf“, „Eckenpisser“, EIN WAND FREI“, „Druck“, “Freundinnen“, „Synchronisiert“, „Auf dem Klo“, „Das Leben“, „Work Life Balance“, „Königskinder“, Ziele“, „KREUZ WORT RÄTSEL“, „Alles wie immer“, „Eins zu eins“, „Entpuppt“, „Schlaf gut“
Diese faszinierende, kurzweilige, facettenreiche Szenencollage wurde im Saal gefeiert, das Publikum ging hörbar reagierend von Beginn an begeistert mit und geizte nicht mit regem Zwischen- und frenetischem Schlussapplaus.
Sehr wirkungsvoll auch die Szenen mit musikalischen Elementen, etwa den perkussiv eingesetzten Boomwhackern, eine sehr mutig anmutige Soloperformance oder das Stück „Synchronisiert“, in welchem der gesamte Kurs raumfüllend und beeindruckend exakt mit minimalistischen, gleichgetakteten Bewegungen fesselnde Bilder erzeugt.
Und dann endet der Abend so spannend wie er begann, aller Darsteller und Darstellerinnen bauen einzeln nacheinander mit dem Satz „Ich wollte mich nochmal sehen lassen“ mit ihren ganz individuellem Puzzleteil ein großartiges Schlussbild.
Gabriele Scharfenberger und Astrid Lessig ist es wieder ganz wunderbar gelungen, diese Jugendlichen in den Kursen des Darstellenden Spiels am DKS genau dazu zu befähigen und zu inspirieren und aus den vielen kleinen Bausteinen ein spannendes und unterhaltsames Kaleidoskop zu basteln.
Großartig. D A N K E
Bilder: Steffi Firchau





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