Gymnasium Dreikönigschule Dresden

mitten in der Dresdner Neustadt ❀ Denken - Kommunizieren - Selbstverantwortlich handeln

Sommer 2017/2018

Vorfreudiges Stimmengewirr im Kirchenraum, fröhliches Entdecken bekannter Gesichter, ein Kamerateam trifft die letzten Vorbereitungen, um das in wenigen Minuten beginnende Konzert in Bild und Ton festzuhalten: Doch die neugierig gespannte Atmosphäre und die sich unmittelbar aufs Publikum übertragende Energie ist nur für diejenigen hautnah spürbar, die selbst dabei gewesen sind: Im Konzert der Jugendchöre der Gymnasien Dreikönigschule und Heidenau. Mit dem Titel „Sommer, Sonne, Stimmenglanz“ war das Konzert überschrieben und hielt, was es versprach: Zwei ausgereifte und von Jahr zu Jahr professioneller auftretende Chöre gestalteten den Abend mit einem höchst abwechslungsreichen und musikalisch anspruchsvollen Programm.

Bilder: Kremer, Marika

Auch die letzte Veranstaltung der diesjährigen Sommerkulturtage ist restlos ausverkauft (trotz WM-Auftakt in Russland), im Projekttheater sind selbst die Treppenplätze schwer umkämpft. Eltern, Geschwister, Mitschüler und Lehrer warten gespannt auf den finalen Akt, wohlwissend, dass der kulturelle Ausnahmezustand an der DKS dann wieder einmal (leider viel zu schnell) vorbei ist.

Der Vorhang fällt und die Tänzerinnen der HipHopKings, angeleitet durch die ehemalige Dreikönigsschülerin Elisabeth Augustin, heizen uns mächtig ein. Seit mittlerweile vier Jahren bringen sie ihre Leidenschaft Hip Hop auf die Bühne, die Crew hat seit ihrem letzten Auftritt noch einmal Zuwachs bekommen und zählt nunmehr 13 Mitglieder. Der Bass ist kaum verklungen, die Bühne bebt noch leicht nach, als unser Kinderchor „microcolor“ bereits Aufstellung einnimmt. Die 30 jungen Sängerinnen und Sänger haben ihr erstes Jahr an der DKS fast gemeistert und präsentieren stolz das Ergebnis ihrer bisherigen Chorarbeit. Christian Förster ist für die Begleitung am Piano verantwortlich, während Cathleen Berg nicht nur musikalisch den Takt angibt, sondern auch charmant durch das Programm führt.

Bilder: Neumann, Ralf

Seismografische Aufzeichnungen im ‚projekttheater‘ (AG Musikalische Improvisation)  und
Irgendwann wird es von selber hell (AG Dreikönigspieler Kl. 10/11)

Gestern gab es im ‚projekttheater‘ Dresden einen ganz besonderen Abend zu erleben, ein Abend in Kammerbesetzung.
Zunächst beginnt er musikalisch.
Vier Schüler interagieren mit ihrem Leader, dem Cellisten Peter Koch, ihr Konzept - eine Reise durch die Musikgeschichte.
Improvisierend finden sie die Klangfolge im Spiel selbst, empfindsam aufeinander hörend und reagierend, lediglich Tonraum oder Tonart sind zuvor abgesprochen, wie eine Ansage erkennen ließ: „Wir träumen in einem romantischen d-Moll“. Die Musiker lassen sich treiben, folgen ihrer Intuition und der Inspiration durch den anderen. Und dabei stellen sie ihr musikalisches Können, ihre sensible Musikalität, ihre große Beweglichkeit auf ihren Instrumenten Klavier, Klarinette, Flöte, Kontrabass und Bongo unter Beweis. Peter Koch versteht es sehr geschickt, den jungen Instrumentalisten musikalische Impulse zu senden, rhythmische oder melodische Fragen zu stellen, kontrapunktische Antworten zu liefern, den Schlusspunkt mit ihnen zusammen zu finden.

Bilder: Neumann, Ralf

Dienstag 12.06.18 im projekttheater

Das Stück von Kai Hintelmann führt uns eine Parodie von Arthur Conan Doyles weltbekanntem Sherlock Holmes vor. Gespielt wurde sie an diesem Abend von der Theater-AG Dreikönigspieler der Klasse 8 unter Leitung von Ina Kwiatkowski.

Der weltberühmte, brillante Detektiv Sherlock Holmes (Tarik M.) muss in dem kurzweiligen Kriminalstück eine harte Nuss knacken und sein Talent wieder unter Beweis stellen. Was keiner weiß: Holmes löst die Fälle gar nicht selbst. Stattdessen kauft der die Lösungen seinem Assistenten Dr. Watson (Le Minh T.) ab. Der wiederum erhält sie gegen Bezahlung von seiner Hausdame Martha (Zoë K.). Und die ist schließlich reichlich genervt von der Unfähigkeit der beiden Herren. Erst recht als die beiden überaus attraktiven Damen Charlene ‚Charlie‘ Miller (Emma R.) und deren etwas dümmlich daher kommende Schwester Susi Deepwater (Elisabeth M.) die Herren mit dem neuen Fall betrauen, welche aber eher nur Augen für die beiden Schönheiten haben.

Bilder: Neumann, Ralf

Grundkurs Darstellendes Spiel, Kl. 11

Eine Gruppe mehrreihig sitzender Menschen auf der Bühne vis-a-vis dem Zuscherraum. Welche Seite ist Publikum, welche die der darstellenden Spieler? Eine Spiegelsituation, eine Irritation über die im Theater wie im Leben bestehenden Rollen. Vor allem ein gelungener Einstieg in eine Darbietung aus vielfältigen Bezugnahmen und Bezügen, Verweisen und Anspielungen auf individuelles und gemeinschaftliches Erleben von (Um-)Welt.
Scheinbar normale Situationen eskalieren, unter der netten Oberfläche der gemütlichen Teerunde lauern Abgründe von Aggression und Intoleranz. Abgehackt wirkende Computer- oder Marionettenbewegungen,  synchron ausgeführte Handlungen von mehreren Akteuren ent-individualisieren ebenso wie die durch verschiedene Spieler verkörperten Objekte (Wecker, Fenster, Toilette…).
Vielleicht werden aber auch aus Objekten Individuen? Grenzen lösen sich auf, Assoziationsketten werden in Besucherhirne gepflanzt, inszenierte Eskapaden und pantomimische Kapriolen evozieren Erinnerungen, Fantasien oder Schlüsselszenen eigenen Erlebens.
Pause!
Es heißt: Die Pause gehört zur Musik wie zur Sprache wie zur… Arbeit?

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