Gymnasium Dreikönigschule Dresden

Mitten in der Dresdner Neustadt - mitten im Leben

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Mandat für den Fleischverkauf in der Stadt
(Signatur der Urkunde: Stadtarchiv Dresden 2.1.3 C.XXXVI.35m)

Die Quelle stammt aus dem Jahr 1556. Sie handelt vom öffentlichen Fleischverkauf in Dresden. Die Quelle ist ein Mandat und ca. eine Seite lang, der Anfangsbuchstabe des Erlasses wurde verziert.
Das Mandat befindet sich in einer Dokumentsammlung aus dem 16.Jh. Die Sammlung selbst hat einen schlichten Einband, der Titel ist nicht mehr lesbar. Der Einband besteht aus Leder, der Buchrücken ist gelb verfärbt und die Vorderseite hat einen leichten-braun-grün Ton.

Die Dokumente sind etwas über A 4 groß. Auf der Quelle ist ein Amtssiegel zu sehen, welches aus grünem Wachs besteht, darauf kann man das Stadtwappen erkennen.
Im Dokument selber sind Unterstreichungen und Randnotizen zu finden, welche offensichtlich von zwei unterschiedlichen Personen stammen, da sie zwei verschiedene Farben haben (Unterstreichungen=rot, Randnotizen=schwarz).

Das Mandat wurde vom Bürgermeister und den „geschworenen“ Ratsmännern verfasst und richtet sich an die Torwächter und an die Fleischer aus der Umgebung.
Das Dokument erlaubt den Fleischern im Sommer von 7 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags, und im Winter von 8 Uhr vormittags bis 2 Uhr nachmittags ihr Fleisch in Dresden anzubieten. Dafür bekommen die Fleischer einen extra Platz und eine Vergünstigung auf das Schlachten der Tiere, da diese leben nach Dresden gebracht werden.
Es dürfen das Fleisch, die Innereien und Leder verkauft werden. Dabei muss beachtet werden, dass alle denselben Preis und dieselbe Qualität haben. (Einheimische Fleischer und fremden Fleischer sind gleichberechtigt, und einheimische Käufer und fremde Käufer sind gleichberechtigt.)

Der Sinn hinter diesem Mandat ist folgender: Um 1556 herrschte in Dresden Fleischmangel. Da die Oberschicht aber nicht auf Fleisch verzichten wollte, wurde dieses Mandat erlassen damit fremde Fleischer nach Dresden kommen, um ihr Fleisch dort anzubieten. Dieses wurde dann von den Diener der Reichen gekauft.

Malte, Ben, Simon, Frederike, Emily

Urkunde Fleischmarkt

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